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So, ich mal wieder. Nach unserem großen Abenteuer in Christchurch ist es erst mal wieder ein bisschen ruhiger geworden. Und wir versuchen den Winter so gut es geht zu überstehen, was nicht immer einfach ist. Aber an manchen Tagen, wenn die Sonne sich gegen die Regenwolken durchsetzen kann, dann ist hier doch so warm, dass man ein Picknick im Park machen kann. Das geht im tiefsten Winter in Deutschland natürlich nicht.
Also sind wir an einem Tag raus in den Park, nachdem ich vier Stunden in der Küche gestanden und versucht habe, eine Leutewitzer Eierschecke nach dem Rezept meiner Oma zu backen. Gar nicht so einfach, sag ich euch. Schon einen Tag vorher musste ich Quark “ansetzen”, denn den gibt es natürlich hier nicht zu kaufen. Mittlerweile bin ich auf den Dreh gekommen, griechischen Vollfett-Joghurt über Nacht in einem Wischtuch abtropfen zu lassen. Das ist ein bisschen säuerlicher als unser Quark, aber die Konsistenz ist ähnlich und darum geht es ja beim Backen vor allem. Allerdings war das nächste Problem die Springform. Ich kann mich glücklich schätzen, dass meine Gastfamilie überhaupt runde Formen hat, denn die sind hier eher unüblich. Nun gab es aber nur 22cm-Formen, was die Backprozedur ewig verlängert hat, da die Masse nun sehr hoch war. Am Ende war die Mitte immer noch etwas weich, aber nachdem er einen Tag im Kühlschrank war, hat er immer besser geschmeckt. Und die Mädels haben ihn auch warm im Park genossen.
Boah, sieht der nicht lecker aus??? Auf dem ersten Foto seht ihr übrigens Cindy und mich und auf dem letzten Nikolina, Anne und wieder ich.
Dann waren wir an einem Sonntag wieder in Piha. Ja, wieder. Ich war an diesem wunderschönen Ort ca. 45 min westlich von Auckland schon mal Anfang Juni. Damals aber noch mit Vanessa und Louise und die Fotos von jenem Ausflug bin ich euch ja auch noch schuldig. Also hol ich das zusammen mit dem aktuellen Fotos nach. Dieses Mal hatten wir sogar besseres Wetter und genossen zusammen die endlosen Strände.
Okay, das ist der erste Schwung mit Vanessa aus Deutschland (schulterlange Haare) und Louise aus Schweden (lange, blonde Haare). Ach ja, die beiden sind leider schon wieder zurück nach Hause und ich vermiss’ sie ganz schön hier.
Und die zweite Fuhre, auch mit ganz lieben Mädels. Cindy, Natalie und Vanessa (l.n.r.). Und das Wetter war bedeutend besser 
Dann pflegen wir unter der Woche natürlich auch unsere Kaffee- oder Kinoabende. So war ich letzte Woche mit Nicky (die anderen Mädels waren entweder anderweitig verabredet oder sie sparen für die nächsten großen Reisen
) im Kino, um Inception mit Leonardo DiCaprio zu sehen und was soll ich sagen, ich war hellauf begeistert. Echt ein sehr guter Film! Gestern waren wir dann in StepUp 3. An die ersten beiden konnte ich mich nur noch dunkel erinnern, aber der Teil gestern war definitiv der Schlechteste. Aber es gab ein paar tolle Tanzszenen und ich hatte Spaß mit den Mädels
. Außerdem war ich sowieso relativ müde und froh darum, meinen Kopf nicht so anstrengen zu müssen. Denn meine Hostmum ist momentan durch eine Grippe so gut wie außer Gefecht gesetzt. Letzte Woche haben mir die Großeltern die ganze Arbeit abgenommen, sogar mehr als nötig, aber diese Woche muss ich doch etwas mehr machen als sonst. Aber passt schon.
Hier eines unsere Lieblingscafés – Esquires in Parnell.
Letzten Samstag hab ich es dann endlich zusammen mit Cindy und ihren Mädels (ja, die Arme musste arbeiten) ins Auckland War Memorial Museum geschafft. Da wollte ich ja schon lange hin, um mal meine Bachelor-Arbeit in Angriff zu nehmen. Allerdings habe ich mich ja nun schon für ein Thema entschieden und da konnte mir das Museum leider nicht wirklich weiterhelfen. Lustig war es trotzdem, v.a. für Kinder hält das Museum viel Interessantes bereit. So konnte man in Versammlungshaus der Maori mit den tollen Schnitzereien hineingehen und auch der Bereich über die Vulkanlandschaft Aucklands ist sehr spannend. Da gibt es einen abgetrennten Raum, der wie ein Wohnzimmer dekoriert ist und ein großes Panoramafenster hat durch das man direkt auf Rangitoto (eine Vulkaninsel im Hafen Aucklands) schauen kann. Die beiden Mädels von Cindy hatten das schon einmal gesehen und meinten es wäre zu gruselig, deshalb wollten sie draußen auf uns warten.
Cindy und ich konnten uns ein Lächeln nicht verkneifen, als die beiden selbstbewussten Mädels sich eingeschüchtert auf die Treppe setzten und bereitwillig auf uns warteten. Kinder halt, dachten wir uns. Wir gingen also in diesen Raum, nahmen auf dem Sofa platz und schauten uns die Nachrichten an. Dort berichteten sie über Rangitoto und das er wieder aktiv wäre. Sie zeigten Bilder von der Evakuierung der Stadt, die so echt aussahen, dass ich Charlotte abends erst mal fragen musste, ob es so ein Szenario wirklich gegeben hat (hat es nicht
). Während die Nachrichten laufen, kann man durch das große Panoramfenster beobachten, wie das Meerwasser im Hafen anfängt zu sprudeln und im nächsten Moment gibt es einen lauten Knall, der ganze Raum wackelt, der Fernseher ist aus und auch der restliche Strom ist weg. Alles ruhig. Einen kurzen Augenblick später fängt der Boden wieder an zu beben, ein lautes Dröhnen erfüllt den Raum und durch das Fenster sieht man live einen Vulkanausbruch. Eine riesige Menge an Geröll wird in die Luft geschleudert und löst eine Flutwelle aus Asche und Meerwasser aus, die nun über Auckland hereinbricht. Durch das Fenster kann man ganz genau beobachten, wie die große schwarze Wand auf uns zugerollt kommt. Ein großer Knall und dann ist wieder alles dunkel, bevor die Lichter angehen und uns ein Mann erklärt, dass dies ein fiktives Szenario ist, dass in Auckland durchaus zur Realität werden können.
Danach haben Cindy und ich nachvollziehen können, warum die Mädels Angst vor diesem Raum hatten. Ganz schön gruselig und ich möchte definitiv nicht hier sein, falls so etwas passieren sollte. Aber der letzte Ausbruch ist wohl schon 600 Jahre her.
Das dritte Foto zeigt das Wohnzimmer in dem das Szenario nachgestellt wurde. Es gab aber auch andere Sachen, wie die tollen Muscheln und eine alte Stadt aus den Kolonialzeiten. Maddy (vorletztes Bild) und Molly (letztes Bild) hatten ihren Spaß. Cindy und ich auch 
Dann gibt es natürlich auch noch die drei kleinen Belger auf die ICH aufpassen muss. Was kann ich über diese kleinen Monster berichten? Uhm ja, sie sind halt Kinder. Holly ist nach der Schule immer noch furchtbar müde und Benny testet grad seine Grenzen besonders gerne aus. Es ist interessant dabei zu zusehen, wie er seine Persönlichkeit entwickelt, aber das macht meinen ganzen Job ein ganzes Stückchen schwerer. Momentan findet er es nämlich super toll, sich wie ein Clown aufzuführen, wann immer Charlotte oder ich etwas von ihm wollen, z.B. sein Abendbrot zu essen. Außerdem ist er manchmal unglaublich faul, denn ist natürlich einfacher wenn ich ihn morgens anziehe. Dann kann ich meine Nerven schonen und er darf faul sein. Aber das ist nicht Sinn und Zweck der Sache, wenn man mal beobachtet, dass er motorisch ganz schön mit seinen Klamotten zu kämpfen hat. Er ist 3 Jahre und 3 Monate, er sollte in der Lage sein mit ein BISSCHEN Hilfe sich selbst anzuziehen.
Und mein großer Sebby? Ich habe ja schon mal über unser schwieriges Verhältnis zueinander berichtet. Er ist zwar immer noch der Anstrengenste und zum Teil Aggresivste von allen, doch unser Verhältnis hat sich definitiv gebessert. Er rastet immer noch aus, aber bekommt sich dann ganz schnell wieder ein und entschuldigt sich bei mir für sein benehmen und danach ist wieder alles gut. Wohingegen er mir am Anfang alles nachgetragen hat, nie hören wollte und ich immer die Böse war. Jetzt kann ich ihm mittlerweile auch die Meinung sagen ohne dass er auf den Gedanken kommt, dass ich ihn nicht gerne habe. Ich bin sehr froh, dass wir diese Fortschritte gemacht haben, aber es war harte Arbeit.
Benny und ich gehen jetzt gemeinsam zur Music Class, was wirklich lustig ist und ich genieße es mal mit ihm rauszukommen. Holly und ich lieben Verkleidungsspielchen 
So, das war’s dann auch “schon”
Aber hier noch ein Bild von meiner momentanen Lieblingsbeschäftigung, um zu entspannen.
Mal nach Zahlen – ganz schön albern, oder? Aber man muss sich über nichts Gedanken machen und kann einfach malen.
Das war’s von mir für heute! Hab euch lieb und vermiss euch! Und nicht vergessen, ein paar liebe Kommentare zu hinterlassen!!!
Eure Steph
So, ich bin euch ja noch immer den Beitrag über Christchurch schuldig.
Nachdem ich aus Coromandel zurückgekommen bin, hatte ich das riesige Haus ganze vier Tage für mich allein. Obwohl ich mich sehr gefreut habe, mal richtig Ruhe zu haben (hatte ja drei Wochen durchgearbeitet), war es schon etwas einsam und gruselig auch nachts allein zu sein 
Den ersten freien Tag habe ich mit Backen verbracht!
Sieht doch aus wie vom Bäcker, oder?
Sieht das nicht lecker aus? Ich war total in weihnachtlicher Stimmung hier aufgrund der Kälte und ich dachte mir, dass ich an Weihnachten bei 35°C bestimmt keine Lust auf diese ganzen schweren Sachen haben werde. Also habe ich einfach jetzt einen Hefezopf mit Spekulatiusfüllung (das Gewürz habe ich auch selbst hergestellt!!!) und einen Zimt-Streuselkuchen gebacken. Ich hätte doch Konditor werden sollen :D
Den Kuchen haben wir dann gleich abends bei einer Geburtstagsparty verdrückt bzw. den Rest hab ich mit nach Christchurch genommen. Ansonsten hab ich wirklich einen ganz Ruhigen gemacht in dieser Woche. So ruhig, dass ich am Ende eine Abschiedsfeier absaen musste, weil ich mit Packen nicht fertig geworden bin. Das war wirklich sehr schade, obwohl ich das AuPair noch gar nicht lange kannte – eigentlich erst seit 2 Wochen – aber der Fakt, dass sie auf der Südhöhe in Dresden wohnt, hat uns doch sehr verbunden. Ihr seht, selbst 18.000km von zu Hause entfernt finde ich Leute mit denen ich über die Linie 61 diskutieren kann 
Freitagmorgen ging es dann los. Unser Supershuttle hat uns Punkt 4.40Uhr vor der Haustüre abgeholt. Mir fiel das erste Mal ein Stein vom Herzen, denn ich hatte das Shuttle erst einen Tag vorher bestellt und es gab da ein paar Ungereimtheiten die durchaus zu Verzögerungen führen konnten. Im schlimmsten Fall hätten wir unseren Flug verpasst. Gar nicht lustig. Aber es ging ja alles glatt. Wir waren pünktlich am Flughafen und ließen uns erst einmal eine heiße Schokolade bei McDonalds schmecken.
6.55Uhr ging dann unser Flug nach Christchurch mit der Airline Jetstar. Im Gegensatz zu Ryanair war das Flugzeug echt modern und bequem. Ich hatte ein Platz am Fenster und konnte somit den Sonnenaufgang beobachten (ja, hier ist Winter und die Sonne geht erst gegen halb acht richtig auf). Nachdem ich über 30h unterwegs war, um nach Neuseeland zu kommen, machte mir dieser Flug gar nichts mehr aus. So gelassen war ich noch nie auf einem Flug. 1h 20min fühlten sich für mich eher wie ‘ne Busfahrt an 
In Christchurch angekommen fiel uns als allererstes auf, dass es doch um einiges kälter war als im nördlichsten Norden der Nordinsel. Ein paar Grad über Null, mehr war nicht drin. Aber wir saßen ja gleich wieder im Busshuttle Richtung Downtown und nach etwas Durchfragen hatten wir unser Hotel auch recht schnell gefunden. Ich hatte ja schon im Internet und von einer Freundin erfahren, dass dieses Hotel richtig gut sein soll und hatte dementsprechend Erwartungen, die auch alle erfüllt worden. Meine Begleiterinnen, Cindy und Nikolina, hatten von dem Hotel vorher aber noch rein gar nichts gesehen und waren dementsprechend positiv überrascht
Richtig tolles, junges und modernes Hotel. In unserem Bad hatten wir sogar Stimmungslicht installiert, was das Duschen zu einem besonderen Erlebnis gemacht hat 
Da wir schon recht zeitig angekommen sind, hatten wir noch den ganzen Tag vor uns und gingen erstmal einkaufen, da wir Selbstverpflegung betreiben würden. Zum Lunch ging’s dann wohin???? Richtig, zu Macn’s…ich leb ja so gesund hier
Den restlichen Tag verbrachten wir damit uns einen Eindruck von Christchurch zu verschaffen, was gar nicht so schwer ist, denn verglichen mit Auckland ist Christchurch eine Kleinstadt. Aber ihr kennt mich ja, ich steh auf Kleinstadtflair. Dresden kann man ja auch nicht wirklich als Großstadt bezeichnen (mal abgesehen von der Einwohnerzahl). Außerdem hat Christchurch einen unbestreitbar englischen Charakter, den ich ja sehr mag.
Den Samstag wollten wir dann nutzen, um uns einiges mal ein bisschen genauer anzuschauen. So landeten wir auf einem Wochenmarkt, wo es einen deutschen Fleischer gab. Darüber konnte ich mich freuen wie ein kleines Kind, zumal nicht unweit entfernt noch ein Mann rumstand der gebrannte Mandeln verkaufte und irgendwo auf dem Cathedral Square Kinder auf ihren Blasinstrumenten klassische europäische Musik spielten. Kombiniert mit dem kalten Wetter beschwingte dies meine ohnehin schon entflammte Weihnachtsstimmung um ein Vielfaches.
Danach erlebte unsere Cindy ihr ganz persönliches Abenteuer, als sie für einen Straßenkünstler Assistentin spielen durfte. Obwohl mir der Kerl sympathisch war (beim Jonglieren mit Kegeln hat er verschiedene Länderinterpretationen vorgeführt, wobei die Australier die Kegel anscheinend nur auf den Boden legen und umherschieben und die Deutschen die technisch anspruchsvollste Variante fehlerfrei aufführen! – wenn das kein Kompliment ist), hatte ich doch stellenweise Angst um Cindy – z.B. musste sie eine ungekochte Spaghetti in der Hand halten, während er versuchte diese mit einer Peitsche zu kürzen. Um den Kerl selber habe ich mir aber auch stellenweise Sorgen gemacht, da nicht alle seine waghalsigen Tricks beim ersten Versuch klappen wollten.
Na gut, wir haben es alle überlebt und sind dann noch in ein Museum und in den größten Stadtpark gegangen. Achja, einen Mietwagen haben wir auch noch gebucht, den wir ja für unser sonntägliches Abenteuer brauchen würden.
Zeitig am Morgen klingelte der Wecker, denn vor uns lagen 3 h Fahrt. Wir wollten nach Kaikoura zum Whale Watching. Da ich richtig Lust hatte mal wieder Auto zu fahren und die anderen beiden öfter in Auckland fahren können als ich, hab ich das Steuerrad übernommen und uns 182km über die neuseeländischen Landstraßen kutschiert.
Immer schön auf die Alpen zu, herrlicher Ausblick beim Fahren. Der Nissan war übrigens unser Gefährt :D
In Kaikoura angekommen, haben wir uns als erstes die ortsansässige Seerobbenkolonie angeschaut. Es war schon unglaublich, wie diese niedlichen Tiere so selbstverständlich am Strand herumlagen und trotz der vielen Touristen ihren Schlaf der Gerechten schliefen. Eine von den Robben hat für uns sogar eine ganz persönliche Show aufgeführt.
Ach, da ist ja wer. – Moment, ich dreh mich mal. – Uff, ist das schwer, winke winke. – Ach nöö, das reicht jetzt.
12.45Uhr hieß es dann auf zum Boarding für das Whale Watching. Nach ein paar Minuten des Bangens, ob wir auch wirklich starten könnten, bekamen wir dann das Okay allerdings mit Seasickness Warning. Das Wetter war nicht atemberaubend schön, eher bewölkt und nur hier und da mal ein Stücken blauer Himmel, aber ich hätte nicht gedacht, dass es deswegen ein Problem geben könnte 
Dann ging es endlich los – meine langersehnte Waltour sollte starten. Schon nach den ersten Metern wurde mir plötzlich klar, warum sie die Warnung ausgegeben hatte. Es rumpelte ganz schön und fühlte sich an wie Achterbahnfahren, aber ich find das ja cool. Cindy leider nicht so, aber sie hat es Gott sei Dank halbwegs unbeschadet überstanden.
Ein bisschen Landschaft – Wetter sieht hier schlechter aus als es wirklich war.
Es sollte auch nicht lange dauern bis uns an Deck begeben durften und nach Walen Ausschau halten sollten. Allerdings hatten wie Amateure natürlich keine Ahnung wonach wir eigentlich schauten, obwohl unsere Guides uns Hinweise gegeben hatten. Am Ende haben sie dann doch selber die Wale aufgespürt.
3 große Pottwale haben wir am Ende gesehen und die Fotos können nicht mal ansatzweise die Magie, die diese Tiere versprühen, wiedergeben. Die Vorstellung, dass man nur 9% des Körpers an der Wasseroberfläche sieht und diese 9% schon so unglaublich groß sind, lässt einen schon erschaudern.
Hier mal ein paar Fotos. An dieser Stelle auch ein Dankeschön an unsere Tourguides, die uns auf die Sekunde genau sagen konnten, wann wir abdrücken sollen, um die Schwanzflosse auf einem Bild festzuhalten 
Schaut mal bei dem ersten Wal genauer hin – Das Bild nachdem er völlig untergetaucht ist, sieht so aus als würde man nichts mehr sehen, aber in der Mitte ist die sonst eher rauhe Wasseroberfläche ganz glatt – das hat der Wal mit seinem Schwanzflossenschlag verursacht und das konnte man minutenlang sehen. Ganz schön kräftig diese Geschöpfe.
Ebenso beeindruckend wie die Wale, war nicht nur die Landschaft (obwohl sie zum Großteil auch von Wolken bedeckt war), sondern auch die Delfinherde, die wir nach der Walbesichtigung aufgespürt haben. Urplötzlich waren wir von hunderten kleinen Delfinen umgeben, die sich einen Heidenspaß mit unserem Boot erlaubten. Überzeugt euch selbst auf diesem Video. (Leider sind diese kleinen Tiere so flink, dass man sie nur schlecht fotografieren konnte. Ich bin deshalb auf Video umgestiegen.)
Außerdem sind wir noch an einer weiteren Seerobbenkolonie vorbeigeschippert. Guckt ihr hier.
Ich dachte, ich gucke nicht richtig als wir den beiden Felsen, die ihr im Vordergrund auf dem ersten Bild sehen könnt, näher gekommen sind. Da lagen doch tatsächlich ganz oben auf dem Felsen zwei große Robben. Als wir um die Steine herum gefahren sind, waren da plötzlich mehrere Dutzend Robben auf der Felswand verteilt und schliefen seelig. Wie sind die bitte da hingekommen? Und erzählt mir nicht, dass die Flut den Meeresspiegel um mehrere Meter anhebt.
Dann waren unsere 2,5h Seefahrt auch schon wieder vorbei – Cindy war am Ende ganz froh darüber und konnte die Hafeneinfahrt kaum erwarten. Ich war aber auch ganz froh drum, denn die Liebe sah ganz schön blass aus. Gott sei Dank ging es ihr nach einer heißen Schokolade wieder so gut, dass wir den Heimweg antreten konnten. Wir hatten ja noch drei Stunden Rückfahrt vor uns. Die waren ganz schön anstrengend, ihr wisst ja, dass ich in der Dämmerung halb blind bin und mich dementsprechend konzentrieren musste.
Back in Christchurch bin ich mit Cindy dann in ein japanisches Restaurant getigert. Nikolina wollte im Hotel bleiben und ihre Sachen packen und uns dann später auf einen Cocktail treffen. Achja, das Essen war lecker und ich fühlte mich in meine Zeit in Leipzig zurück versetzt. Ich hör Japan wieder nach mir rufen
Danach haben wir noch die liebe Anne getroffen. Anne ist ja auch ein AuPair in Remuera oder besser gesagt Cindys Nachbarn. Sie hat von ihren Hosties frei bekommen um die Südinsel zu erkunden und kam nach einem abenteuerreichen für eine letzte Nacht in Christchurch zurück. Das haben wir natürlich genutzt und uns auf einen Cocktail verabredet. Nach langem Suchen haben wir auch eine nette Bar gefunden.
Die gute Cindy, unser Restaurant und unsere Cocktails.
Dann stand noch die große Frage im Raum, was machen wir mit unserem letzten Tag? Der Flieger würde erst kurz vor sieben abheben und wir hatten ja noch das Mietauto. Eins war klar, wir wollten in die Berge. Nikolina wollte unbedingt Skifahren. Aber an der Rezeption wurde uns gesagt, dass der Pass hoch zum Mt. Hutt (der nächste große Berg) total vereist sei und man wenn dann nur mit Schneeketten hochkommt. Nach ewigem Hin und Her entschieden wir uns erstmal hinzufahren und Nikolina an irgendein Shuttle abzugeben, denn so erfahren bin ich ja weiß Gott nicht, dass ich freiwillig bei Glätte diesen Berg hochfahre. Noch dazu in einem Land, in dem man KEINE Winterreifen kennt!
Zeitig morgens ging es los und wir genossen zunächst einmal die fabelhaften Aussichten (nachdem wir schon befürchtet hatten gar nichts zu sehen, da in Christchurch wegen akutem Nebel die Flugzeuge nicht starten konnten).
Sie sehen aus wie die Alpen und sind es auch! Der Gebirgszug heißt wirklich ‘The Alps’
Endlich am Mt. Hutt angekommen mussten wir feststellen, dass es gar keine Shuttles gibt – warum auch immer. Wir haben bis heute keine Erklärung. Ich befand mich jedensfalls schon mitten in den Serpentinen bevor wir feststellten, dass wohl doch kein Bus fährt. 9,5km Kurven auf Schotterstraße, mehr als 2000m Höhenunterschied und das alles ohne Leitplanken mit einem betagten Auto – Ich hab ganz schön geschwitzt, v.a. weil unsere Reservetanklampe plötzlich aufleuchtete, keiner wusste wie groß unsere Reserve ist und wir uns nicht erinnern konnten eine Tankstelle in der Nähe gesehen zu haben. (Übrigens war der Tank noch fast halbvoll als wir den Bergaufstieg begingen, also keine Vorwürfe bitte!) Auf dem Weg hoch hielten es einige SUV-Fahrer dann auch noch für nötig uns zu überholen, aber wenigstens war die Straße nicht mehr vereist – Sie war nur noch matschig (auch nicht viel besser…) 
Dabei habe ich die ganze Zeit an meine liebe Mama gedacht und sie ist sicher froh darüber, dass sie von der ganzen Aktion erst hinterher erfahren hat. Aber was soll’s, wir kamen lebend oben an und irgendwie muss man ja mal Erfahrungen sammeln 
Nikolina war ganz aufgeregt und besorgte sich gleich einen Skipass, während Cindy und ich uns dazu entschieden doch auf dem Berg zu bleiben (wir wollten eigentlich noch woanders hin, aber ein zweites Mal diesen Berg hochfahren, wollten wir auch nicht
). Unsere Finnin ging also fröhlich Skifahren und wir genossen bei einer Tasse Heißer Schokolade die grandiose Aussicht, den Schnee und die dennoch warme Sonne.
Ihr seht, wir haben hier wirklich Winter und ICH war WIRKLICH da!
Obwohl wir eine halbe Stunde früher als geplant losgefahren sind, sind wir zeittechnisch doch ganz schön in die Bredouille gekommen. Ich hab permanent die neuseeländische Maximalgeschwindigkeit ausgereizt. Am Ende hat es gerade so gereicht den Mietwagen pünktlich zurückzugeben. Im Hotel angekommen wollten wir gerade durchatmen, da wir ja eigentlich noch so viel Zeit hatten. Allerdings stellten wir dann mit Schrecken fest, dass unser Flug eine halbe Stunde eher ging als gedacht. So schlimm war das alles nicht, weil wir genügend Zeit hatten. Aber wir konnten nun leider nicht mehr den billigeren Busservice nutzen, sondern mussten ein Taxi nehmen. Viel teurer war es am Ende nicht, dafür gemütlicher 
Am Flughafen angekommen haben wir nach dem CheckIn erstmal Anne getroffen. Richtig, Anne. Die sollte eigentlich schon längst wieder in Auckland sein, aber ihr Flug wurde wegen dem Nebel am Morgen gestrichen und sie konnte erst eine Stunde nach uns zurück fliegen. Wir nutzen die Zeit, um noch einmal Fish’n'Chips zu essen.
Dann ging auch schon unser Flug, der sehr ruhig verlief und uns sicher nach Auckland brachte, wo schon das Supershuttle auf uns wartete, dass uns anch Remuera bringen sollte.
Und das war es dann. Montagabend, 21.25Uhr war ich wieder in meinen vier Wänden bei meiner Gastfamilie und meine Hostmum war so lieb gewesen meine Heizung anzustellen. Ein warmes Willkommen also und am nächsten Morgen habe ich mich mega gefreut, dass die Kinder um die Wette strahlten, als sie mich nach einer ganzen Woche endlich wieder hatten. 
So ein langer Eintrag, aber der Ausflug war einfach superschön und ich wollte euch an all meinen Highlights teilhaben lassen. Da die nächsten Wochen ja eh erst mal ruhiger sind, soll das hier jetzt auch ein kleiner Lückenfüller sein 
Hab euch all lieb und vermiss euch ganz doll!
Eure Steph
PS: Vielen lieben Dank für eure Kommentare! (Tanja, ich melde mich ganz bald bei dir! VERSPROCHEN)
PPS: Ihr könnt ruhig weiter kommentieren 
Es ist nun schon wieder eine ganze Weile seit meinem letzten Eintrag vergangen und ich hab schon viel Haue von einigen dafür bekommen
Wenn ich euch jetzt sage, dass ich keine Zeit hatte, weil so viel passiert ist, dann sagt ihr euch bestimmt, na dann, hat sie ja erst recht ‘nen Grund zu schreiben. Den hab ich auch, deswegen fangen wir einfach mal an.
Drei Tage nach dem letzten Artikel hieß es für mich das erste Mal: Raus aus Auckland!!! Und das war bitter nötig, denn ich bin halt doch ein Dorfkind und Dresden ist im Vergleich zu Auckland auch nicht wirklich eine Großstadt. Nach so langer Zeit fühlte ich mich hier dann doch etwas eingesperrt und war super froh endlich rauszukommen.
Nach einer stressreichen Vorbereitung ging es am frühen Mittwoch Nachmittag los. Holly begann schon nach 5 Minuten zu fragen, wann wir denn endlich da sind. Bedenkt man, dass wir noch gute 2 1/2h vor uns hatten, könnt ihr euch selber ausrechnen, wie oft sie die gleiche Frage während der Fahrt noch gestellt hat. Aber Charlotte und ich waren gut vorbereitet. Ein portabler DVD-Player und genügend Snacks lenkten die Kinder ausreichend ab.
Ich genoss derweil die Landschaft und fühlte mich ein bisschen wie im Süden unseres schönen Deutschlands. Viele größere Hügel und Kiefernwäldchen zierten den Horizont. Das einzige was etwas nervte, war der schlechte Apshalt auf den Straßen hier in Neuseeland.
Irgendwann kamen wir dann endlich an und ich war erstmal baff, als ich unser Haus sah! Charlottes Mum hat es extrem geschmackvoll und modern eingerichtet. Alles ist sehr maritim und in hellen Farben gehalten. Ich habe schon viele Ferienhäuser gesehen, aber das war mit Abstand das beste von allen.
Jetzt lass ich mal Bilder sprechen:
Hier seht ihr mein Zimmer und Benny in seinem Reich, dass er sich mit Holly und Sebby teilt. Das letzte Bild zeigt unser Badezimmer.
Nachdem ich nach meiner ersten Nacht im Strandhaus früh morgens 6.30Uhr für das Deutschland-Spanien-Spiel aus dem Bett gequält hatte, wurde ich mit diesem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt, den ich direkt vom Sofa aus beobachten konnte. Am Vormittag unternahm ich dann einen kleinen Lauf am Strand entlang und dann eine Klippe hinauf, wo man einen traumhaften Ausblick auf die vielen Inseln (Foto in der Mitte) und die Lonely Bay (Foto rechts) hatte.
Hier noch zwei Fotos von meinem Spaziergang. Nachmittags haben sich die Kinder oft den Spaß erlaubt in das eiskalte Wasser zu springen. Auf dem Foto sind Sebby und seine gute Freundin Helena zu sehen, die gleich im Strandhaus neben uns wohnt.
Benny hatte seinen Spaß mit dem Sand. Am Samstag, nachdem Jo zusammen mit Charlottes Eltern am Freitag ebenfalls zum Beachhouse nachgekommen ist, bin ich mit ihm und den Kindern in einem Speedboot raus aufs Meer gefahren um zu Angeln. Hier seht ihr Jo, wie er unseren ersten und einzigen Fisch erlegt.
Die Kinder hatten super viel Spaß und waren extrem geduldig. Wir waren fast 4h auf dem Wasser und es gab kaum Gezanke und in gefährliche Situationen sind wir auch nicht geraten. Das einzige kleine Dilemma war, als Benny hungrig wurde und im Trotz seine Kinderangel einfach losgelassen hat. Jo und ich bemerkten das erst, als er anfing zu weinen und uns unter Tränen gestand, dass er die Angel losgelassen hat. Als wir uns über das Boot beugten, war von der Angel schon nichts mehr zu sehen. Einfach untergegangen. Holly hatte glaube ich auch ihren Spaß, obwohl sie schon nach 15 min der Meinung war, nie im Leben einen Fisch zu fangen.
Von mir gibt es auch ein Foto als Beweis, dass ich wirklich an Bord war. Die kleine Holly hat es für euch geknipst, also nicht über die merkwürdige Perspektive wundern
Ich hatte an diesem Tag auch super viel Spaß und habe die Zeit auf dem Wasser sehr genossen, obwohl ich immer noch sagen muss, dass ich froh war nicht reingefallen zu sein. Denn die Tiefe und der Wellengang haben mich doch etwas eingeschüchtert. Jedenfalls hat das Speedboot Laune gemacht und bei so hohen Geschwindigkeiten über das Wasser zu brettern hatte schon was von Achterbahnfahren. Beim Angeln selbst hat mich wider Erwarten ein unglaublicher Ehrgeiz gepackt und ich wollte erst nach Hause, wenn wir genügend Fische für das Abendbrot gefangen hätten. Aber da machten die Kinder natürlich nicht mit und Jo hat mir versprochen, dass ich noch öfter die Gelegenheit zum Fischen haben werde
Den einen Fisch, den wir gefangen haben (übrigens ein Snapper), hat Jo abends dann zur Vorspeise gereicht, nachdem er ihn frei nach einem Rezept von den pazifischen Inseln zubereitet hatte. Sehr lecker, sag ich euch!
Ansonsten habe ich in Coromandel sehr ruhige Tage verbracht, obwohl von früh bis abends mit den Kindern zusammen war. Wir haben viel gemalt, gespielt und gebastelt. Ich habe mir dann noch einen Nachmittag Whitianga angeschaut – eine kleine Stadt, zu der ich mit der Fähre übersetzen musste. Abends habe ich dann immer mit der ganzen Familie zu Abendbrot gegessen und habe dabei nicht nur das überaus leckere Essen, sondern auch das Familienleben genossen. Unter der Woche in Auckland kommen solche Dinner leider meist zu kurz. So haben wir uns z.B. am Samstag das Rugby Spiel Neuseeland vs. Südafrika angeschaut und zusammen die Kiwis gefeiert, während wir super zarte Lammkeulen, Möhren/Kartoffelbrei, Bohnen und Rotweinsoße aßen. Ich finde richtig Geschmack an dem Kiwi-Essen. Auf den Fotos seht ihr hier übrigens unser Strandhaus, was ich vom Speedboot aus fotografiert habe. Das zweite Foto zeigt den Ausblick aus der Wohnküche unseres Strandhauses beim Sonnenuntergang. Atemberaubend, oder? Das letzte Foto zeigt meine beiden kleinen Kinder und meine Hostmum am Strand, der übrigens nur 4m von unserem Haus entfernt ist.
Hier noch ein Foto meinem Großen mit seinem Vater. Was sie da genau tun wollten, haben sie mir zwar erklärt, aber ich hab es nicht so richtig verstanden. Nein, es lag nicht am Englisch, sondern an dem Testosteron, dass für diese Aktion verantwortlich war.
Hier noch ein letztes Foto von meiner kleinen Prinzessin, die mir am Strand einen Schlammkuchen gebacken hat.
Alles in allem waren es sehr schöne Tage in dem Strandhaus und ich kann mich wirklich glücklich schätzen solche Chancen und Möglichkeiten mit meiner Hostfamily zu haben. Allerdings war es doch irgendwo auch ein bisschen Arbeit und ich habe mich gefreut, dass ich dann erst mal eine Woche alleine für mich hatte. Denn die Familie ist weiter an ihr Haus am See in Rotorua gefahren. Im Auto war kein Platz für mich, weshalb sie mich nicht mitnehmen konnten. Ich war allerdings nicht so böse darüber, denn ich hatte zuvor drei Wochen durchgängig gearbeitet ohne einen einzigen freien Tag.
Am Montag fuhr ich dann also mit Charlottes Eltern zurück nach Auckland und hatte das Haus eine Woche für mich, bevor es Freitag Morgen schon wieder nach Christchurch ging, aber davon mehr im nächsten Artikel, der bald folgen wird.
Bis dahin,
Eure Steph
PS.: Ich freu mich immer über eure Kommentare! Ein liebes Dankeschön an dieser Stelle an meine liebe Johanna und an die liebe Cindy für ihren zarten Arschtritt 
PPS.: Ich habe übrigens super tolle Muscheln gefunden. Die sind so schwer und robust, das habe ich noch nie gesehen. Außerdem gibt es die verschiedensten Arten. Fotos mach ich später mal, ich muss die nämlich erst mal waschen und entlüften!
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